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Ein Arbeitsschwerpunktjahr der DHS ist die Problematik von „Missbrauch und Abhängigkeit im Alter“.

Hauptziel ist es, suchtmittelkonsumierenden Frauen und Männern im höheren und hohen Lebensalter, den Zugang zu fachgerechter Beratung und Behandlung zu erleichtern. Die weitgehende Ausklammerung des Themas in Öffentlichkeit, Medien, Politik, Wissenschaft und Forschung muss aufgehoben werden.

Zum Hintergrund: Suchtprobleme sind auch im höheren und hohen Lebensalter weit verbreitet: Mehr als 2 Mio. ältere Männer und Frauen rauchen, bis zu 400.000 sind von einem Alkoholproblem betroffen und bei 1 bis 2 Mio. Menschen weist der Gebrauch psychoaktiver Medikamente zumindest Gewohnheitscharakter auf. In den Einrichtungen der Suchthilfe sind ältere Männer und Frauen jedoch nur selten anzutreffen. Im Jahr 2004 waren von insgesamt rund 250.000 Betreuten, deren Beratung und Behandlung dokumentiert wurde, nur rund 12.400 im Seniorenalter. Damit erhält nur ein sehr kleiner Teil der Betroffenen angemessene fachliche Hilfe.

Und Hilfe ist möglich! Entgegen verbreiteter Vorurteile wie „Das lohnt sich nicht mehr“ oder „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ ist längst erwiesen, dass Ältere mindestens ebenso von Beratung und Behandlung profitieren wie jüngere. Gelingt eine Verhaltensänderung, zeigen sich oft sehr schnell Erfolge, wie z. B. eine Verbesserung der Gedächtnisleistungen oder eine bessere körperliche Fitness. Auch Beratungsgespräche oder eine entsprechende Psychotherapie führen meist ganz unmittelbar zu einer spürbaren psychischen Entlastung und zu mehr Lebensfreude.

Die zentrale Botschaft lautet deshalb:
„Unabhängig im Alter – Suchtprobleme sind lösbar“