4.5 Aufhören oder Reduzieren?

Viele Raucherinnen und Raucher können sich (noch) nicht entschließen, ganz mit dem Rauchen aufzuhören. Sie versuchen stattdessen, möglichst wenig zu rauchen, um ihr gesundheitliches Risiko zu verringern. Fachleute empfehlen jedoch einhellig, den Nullkonsum anzustreben.

Zwar ist das Krebsrisiko von der Menge des aufgenommenen Kondensats abhängig, die Risiken für das Herz-Kreislauf- System sind aber auch bei geringer Dosis gegeben. Auch der Umstieg auf die so genannten leichten Zigaretten senkt die gesundheitlichen Risiken nicht.

Eine Möglichkeit der Risikominderung (»harm reduction«) wird in der verstärkten Verwendung von Nikotinkaugummis, -pfl astern etc. gesehen. Diese Produkte sind mit Ausnahme des hochwirksamen Sprays in Apotheken frei verkäufl ich. Neben ihrer Verwendung als Ausstiegshilfe wird über eine langfristige Anwendung diskutiert. Bislang liegen keine Untersuchungen dazu vor, ob und wenn ja, welche gesundheitlichen Folgen eine solche langfristige Anwendung hat. Bei einer bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankung sollten Nikotinpräparate in jedem Fall nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden.