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Ansprechpersonen und Beratungsstellen

Ältere Drogenabhängige – insbesondere von Opioiden – kommen häufig auf eigene Initiative oder durch Vermittlung ärztlicher Einrichtungen, Praxen und Krankenhäuser in eine Therapie. Auch Freunde/innen und Angehörige können Betroffene bei der Kontaktaufnahme zum Suchthilfesystem unterstützen.

  • Hausarzt bzw. Hausärztin könnten für ein erstes Gespräch eine geeignete Ansprechperson. Hierzu sollte ausdrücklich ein Termin vereinbart werden. Die Unterstützung durch eine vertraute Person ist empfehlenswert.
  • Eine andere Anlaufstelle sind die Fachberatungsstellen für Menschen mit Abhängigkeitsproblemen in Deutschland. Sie werden auch als Psychosoziale Beratungsstellen oder Sucht- bzw. Drogenberatungsstellen bezeichnet. Hier können sich Betroffene, Angehörige oder Freunde informieren lassen. Adressen in Wohnortnähe können über die Einrichtungssuche der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen gefunden werden. Hier kann nach speziellen Angeboten für ältere Menschen und Konsumenten/innen illegaler Drogen gesucht werden:
    Link zur Datenbank
  • Eine telefonische Beratung kann ebenfalls ein erstes Gespräch bieten. Betroffene bleiben auf Wunsch anonym und die Beratung ist kostenlos.

Die verschiedenen Beratungsangebote sind Wegbereiter und können auf Wunsch in eine Entgiftung und Therapie vermitteln. Wenn Betroffene sich entscheiden, den Drogenkonsum zu beenden und abstinent zu leben, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Die Kosten einer Behandlung werden von der Krankkasse und den Rentenversicherungsträgern übernommen, in Einzelfällen auch vom Sozialamt. Die Kostenübernahme muss beantragt werden.

  • Entgiftung: Die körperliche Entgiftung, bei der Medikamente gegen Entzugserscheinungen verabreicht werden, ist der erste Schritt, den Suchtmittelkonsum zu beenden. Der qualifizierte Entzug in bestimmten Krankenhäusern dauert durchschnittlich 2-3 Wochen.
  • Therapie: Eine Therapie im Anschluss an die Entgiftung dient der Entwöhnung. Sie ist sehr empfehlenswert. Hierbei wird mit den abhängigen Personen über Probleme gesprochen, damit gemeinsam Bewältigungsstrategien erarbeitet werden können. Zunehmend werden in den Therapieeinrichtungen Themen speziell für ältere Konsumenten/innen angeboten wie beispielsweise Gesprächsrunden über den Tod des Partners oder Einsamkeit.
  • Nachsorge: Die Nachsorge soll den Therapieerfolg sichern. Nachsorgeangebote können ebenfalls beim Hausarzt bzw. bei der Hausärztin oder bei einer Suchtberatungsstelle erfragt werden.