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Zahlen im Überblick


Der Anteil der über 60-Jährigen in unserer Gesellschaft liegt bei ca. 25%. Das sind rund 21 Mio. Frauen und Männer. Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass im Jahr 2050 rund 36% der Bevölkerung 60 Jahre und älter sind.
Quelle:
Deutsches Zentrum für Altersfragen (Hrsg.) (2002): Zur Lebenssituation älterer Menschen in Deutschland. Ausgewählte Daten und Kurzinformationen. Zusammengestellt und bearbeitet von Holger Adolph und Heike Heinemann. Berlin, 2002. (DZA-Diskussionspapier; Nr. 37)
www.dza.de

Statistisches Bundesamt
Bevölkerung nach Altersgruppen in Deutschland
www.destatis.de



Knapp 1,3 Mio. Männer und über 800.000 Frauen im Alter von 60 und mehr Jahren rauchen. Das sind mehr als 2,1 Mio. Menschen bzw. ca. 10% der Altersgruppe.

Quelle:
Statistisches Bundesamt
Mikrozensus 2005
www.destatis.de



Die DHS geht aufgrund verschiedener Studien und Untersuchungen davon aus, dass etwa 2-3% der Männer und 0,5-1% der Frauen im Alter von über 60 Jahren von Alkoholmissbrauch oder Alkoholabhängigkeit betroffen sind.

Quelle:
Dilling, H.; S. Weyerer (1984): Psychische Erkrankungen in der Bevölkerung bei Erwachsenen und Jugendlichen. In: Dilling, H. (u.a.) (Hrsg.): Psychische Erkrankungen in der Bevölkerung. Stuttgart: Enke. S. 1-122
[Ergebnis der „Oberbayernstudie“: 3,1% in der Altersgruppe von 54 bis 64 und 0,7% in der Altersgruppe ab 65 Jahren]

Helmchen, Hanfried (u.a.) (1996): Psychische Erkrankungen im Alter. In: Mayer, Karl-Ulrich; Paul B. Baltes (Hrsg.): Die Berliner Altersstudie. Ein Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin: Akademie-Verlag. S. 185-219
[Berliner Altersstudie (1996): 1,1% der 70-Jährigen und Älteren erfüllten die DSM-II-R Kriterien für Alkoholmissbrauch oder –abhängigkeit]

Robins, L.N.; D.A. Regier (1991): Psychiatric disorders in America. The Epidemiologic Catchment Area Study. New York
[Ergebnis: 3,1% Männer und 0,5% Frauen]

Weyerer, S.; H. Bickel (2007): Epidemiologie psychischer Erkrankungen im höheren Lebensalter
Stuttgart: Kohlhammer



26,9% der Männer über 60 Jahre und 7,7% der Frauen dieser Altersgruppe trinken so viel Alkohol, dass ihr Risiko für zahlreiche Krankheiten deutlich erhöht ist.
(Die Grenze für einen risikoarmen Alkoholkonsum wird für Frauen mit höchstens bis zu 20 g Alkohol täglich und bei Männern mit höchstens 30 g Alkohol täglich angegeben*. Diese Richtwerte gelten aber bestenfalls für gesunde Erwachsene mittleren Alters. Aufgrund der abnehmenden Alkoholverträglichkeit liegen die Grenzwerte für ältere Erwachsene in jedem Fall niedriger. Das amerikanische National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism (NIAA) empfiehlt, dass 65-Jährige und Ältere nicht mehr als ein Glas Alkohol pro Tag trinken sollten, also z.B. 0,25 Liter Bier oder 0,1 Liter Wein).
* Aktuelle Richtwerte gehen von einem Konsum von 12/24 g (Frauen/Männer) Reinalkohol pro Tag aus. Da zu diesen Grenzwerten noch keine aktuellen Untersuchungen vorliegen, bezieht sich die DHS auf die Grenzwerte des NIAA.

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.) (1996): Aktionsgrundlagen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 1995/96. Tabellarische Ergebnisdarstellung. Köln

Dufour, Mary C. (1999): What is moderate drinking? Defining “Drinks” and drinking levels. In: Alcohol Research & Health, 23(1), 5-14

Konsumentengruppen in den Aktionsgrundlagen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung(1995/1996); Neuberechnung
in: Bühringer, Gerhard (u.a.) (2000): Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen in Deutschland. Baden-Baden: Nomos. S. 51. (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit; 128)

National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism (1995):The Physicians' Guide to Helping Patients With Alcohol Problems. Bethesda, MD: U.S. Department of Health and Human Services, Public Health Service, National Institutes of Health. (NIH Publication No. 95-3769)



Zwischen 8% und 13% der über 60-Jährigen weisen einen problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente bzw. von Schmerzmitteln auf. Das entspricht einer absoluten Zahl von 1,7 bis 2,8 Mio. Frauen und Männern in Deutschland.

Quelle:
Epidemiologischer Suchtsurvey 2006. Repräsentativerhebung zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland / Ludwig Kraus (Gastherausgeber)
Sucht: Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis, Jg. 54(2008), Sonderheft 1

Die „Repräsentativerhebung zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland“ wird im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit seit 1980 im Abstand von zwei bis fünf Jahren durchgeführt. Befragt werden Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren.
Mittels eines Kurzfragebogens zum Medikamentengebrauch sowie anhand von Diagnosekriterien wurde nach Medikamentenabhängigkeit gefragt. Sowohl problematischer Medikamentenkonsum als auch Medikamentenabhängigkeit kamen in den höheren Altersgruppen zunehmend häufiger vor und bei den 50- bis 59-Jährigen lag der Anteil der Betroffenen bei 5,9% bzw. 9,5% der Befragten.



Der Deutschen Suchthilfestatistik zufolge sind in den Einrichtungen der Suchthilfe ältere Menschen deutlich unterrepräsentiert:

In den Fachberatungsstellen für Suchtkranke und ihre Angehörigen im Jahr 2007 wurden 191.927 Personen betreut. Davon waren 7.618 Menschen älter als 60 Jahre das sind 4% (2,2% zwischen 60-64 Jahre = 4.192 Personen und 1,8% über 65 Jahre = 3.426 Personen).

Es wurden 24.627 Menschen stationär und teil-stationär betreut. Davon waren 985 älter als 60 Jahre, dass sind knapp 7,1% (4,1% zwischen 60-64 Jahre = 547 Personen und 3% über 65 Jahre = 411 Personen)

Quelle:
Deutsche Suchthilfestatistik
www.suchthilfestatistik.de

Die Daten für die jährliche Deutsche Suchthilfestatistik werden bundesweit in ambulanten und stationären Einrichtungen der Suchthilfe erhoben. 2007 haben sich 720 ambulante und 137 stationäre Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe beteiligt.



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