Wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Medikamenteneinnahme
haben oder befürchten, abhängig
geworden zu sein, sollten Sie fachlichen Rat und
Hilfe suchen. Sie können hierfür verschiedene
Beratungsangebote nutzen.
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- Wünschenswert ist es, dass zu Ihrer Hausärztin
bzw. Ihrem Hausarzt ein Vertrauensverhältnis
besteht, so dass Sie Ihre Probleme im Umgang
mit Medikamenten dort besprechen können.
Hierfür sollten Sie ausdrücklich einen eigenen
Termin vereinbaren.Wenn Sie es als Unterstützung
empfinden, ist die Begleitung durch einen
vertrauten Menschen empfehlenswert.
- Eine andere Anlaufstelle ist Ihre Krankenkasse.
Die Krankenkassen unterhalten einen eigenen
Beratungs- und Begutachtungsdienst, den
Medizinischen Dienst der Krankenversicherung
(MDK). An ihn können sich die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der Krankenkasse bei medizinischen
Fragen und Problemen wenden.
- Eine telefonische Beratung, bei
der Sie auf Wunsch anonym bleiben können, ist
eine weitere Möglichkeit, mehr Klarheit zu
gewinnen und sich einer Lösung des Problems
anzunähern.
- In Deutschland gibt es 1350 Fachberatungs- stellen
für Menschen mit Abhängigkeits- problemen.
Sie werden als Psychosoziale Beratungsstellen,
Sucht- bzw. Drogen- beratungsstellen, Beratungsstellen
für Alkohol- und Medikamentenabhängige
bezeichnet.
Hier können sich Betroffene
sowie Angehörige, Freunde, Pflegekräfte etc.
beraten lassen. Adressen in Wohnortnähe vermitteln
die Informations- und Beratungstelefone.
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Im nächsten Schritt geht es darum, zu klären, ob
bestimmte Medika- mente abgesetzt oder anders
dosiert werden sollen und welche Unterstützung
dabei notwendig ist. In Frage kommen neben
ambulanten auch stationäre Behandlungsangebote,
z. B. in einem psychoso- matischen Krankenhaus
oder einer Fachklinik für Abhängigkeitskranke.
Die Kosten der Behandlung übernehmen
die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger,
in Einzelfällen das Sozialamt. Bei längeren
psychotherapeutischen Behandlungen muss die
Kostenübernahme vorher beantragt werden.
Kommt eine längere Therapie nicht in Frage, muss
auf Hilfe trotzdem nicht verzichtet werden. Viele
Beratungsstellen bieten z. B. längerfristige begleitende
Beratung an. Weitere Angebote sind
stützende Gespräche in der ärztlichen Praxis oder
in den Lebens-, Ehe- und Konfliktberatungs- stellen
der großen Wohlfahrtsverbände.Welche Angebote
es vor Ort gibt, kann z. B. bei Krankenkasse
oder örtlichem Gesundheitsamt erfragt werden.
Nicht zuletzt ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe
ein Weg, Medikamentenprobleme und
mit ihr in Verbindung stehende Probleme wie Ängstlichkeit,Schlaflosigkeit,Trauer zu überwinden
und Alternativen zum Medikamentengebrauch
zu entwickeln. Auch hier vermitteln die Beratungstelefone
Adressen in Wohnortnähe. |
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