Kontakt

Landesstelle für Suchtfragen

Mecklenburg-Vorpommern e.V.

August Bebel Str. 3

19055 Schwerin

Tel.: 0385-712953

Projektleitung

Claudia Diekneite

E-Mail: info(AT)lsmv.de

Sensibilisierung und Qualifikation von Fachkräften in der Alten- und Suchthilfe in Mecklenburg-Vorpommern

 

Ausgangslage in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte Bundesland. Mit einer Landesfläche von 23.189 km und einer Einwohnerzahl von ca. 1,64 Mio., leben durchschnittlich 71 Einwohner pro km².

Durch die fehlende wirtschaftliche Infrastruktur wandern viele Leistungsträger und jüngere Menschen in andere Bundesländer ab. Der demografische Wandel hat längst Spuren hinterlassen.

Derzeit sind über 21 % der Bevölkerung 65 Jahr und älter. Die Lebenserwartung dieser Altersgruppe liegt u.a. auch aufgrund des missbräuchlichen Alkoholkonsums deutlich unter der Lebenserwartung vergleichbarer Bevölkerungsgruppen im Bundesgebiet. Obwohl der Konsum, Missbrauch und die Abhängigkeit von Alkohol im Alter abnehmen, ist von einer Entschärfung der Suchtproblematik nicht zu sprechen. Gründe hierfür sind die mit zunehmendem Alter sinkende Alkoholtoleranz und ein steigender Anteil von Menschen mit Medikamentenabhängigkeit und -missbrauch. Weiterhin kommt es zu einer Verschiebung dieser Problematik in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Der betroffene Personenkreis gerät in eine Versorgungslücke die u.a. von ungeregelten Zuständigkeiten, fehlenden, auf die Altersgruppe abgestimmten Therapiekonzepten und Hilfsangeboten gekennzeichnet ist.

Konzeption

Ziel des Modellvorhaben „Sucht im Alter, Sensibilisierung und Qualifizierung von Fachkräften in der Alten- und Suchthilfe in M-V“ ist der Auf- und Ausbau von verbindlichen Kooperationsstrukturen und die Erreichung einer flächendeckenden Vernetzung zum Ende des Vorhabens. Innerhalb dieser Kooperationsstrukturen sollen interdisziplinäre Fortbildungsmodule erarbeitet werden, mit denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Alten- und Suchthilfe qualifiziert werden. Mit der Erstellung eines Handlungsleitfadens sollen die Erkenntnisse anderen Regionen zugänglich gemacht werden und so langfristig eine fachgerechte Beratung und Behandlung von älteren Menschen zu ermöglichen.

Praktische Umsetzung

Für eine praktische Umsetzung dieser Konzeption wurden zwei Modellregionen festgelegt und Kooperationspartner aus beiden Hilfesystemen gewonnen.

Partner in der Modellregion Rostock sind der AWO Sozialdienst Rostock gGmbH mit der Seniorenresidenz Stadtweide und die Evangelische Suchtberatung Rostock gGmbH, in der Modellregion Greifswald das Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH mit dem Altenpflegezentrum Paul Gerhard Haus und der Suchtberatungsstelle. Evaluiert und begleitet wir die Projektarbeit von der Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich mbH (FOGS).

Erfahrungen und Erbegnisse des Modellprojekts

Nach Beendigung der Pilotphase 2012 finden Sie hier Erfahrungen und Ergebnisse