Kontakt

Alida Schmidt-Stiftung

-Hauptverwaltung-

Hamburger Straße 152

22083 Hamburg

Tel.: 040-227 101-23

 

Projektleitung

Stefanie Schmolke-Gawor

E-Mail: schmolke.hv(AT)alida.de

SUCHT IM ALTER Hamburg

Ausgangslage

Experten erwarten, dass mit der demografischen Entwicklung ein Anstieg der Fälle von Suchtmittelmissbrauch und Suchterkrankungen im Alter einhergeht. Schon heute ist der Umgang vieler Menschen über 60 Jahren mit Medikamenten, aber auch mit Alkohol besorgniserregend.

Dies stellt die Systeme der Altenhilfe und der Suchtkrankenhilfe vor neue Herausforderungen. Bislang sind die Fachkräfte in der Altenhilfe nicht ausreichend für Suchtprobleme bei älteren Menschen sensibilisiert und auf den Umgang mit ihnen vorbereitet. Die Suchthilfe wiederum ist nur ungenügend an dieser spezifischen Zielgruppe orientiert.

Anzeichen und Folgeschäden von Suchtmittelmissbrauch und -erkrankungen werden oft als typische Alterssymptome fehl gedeutet. Schwindel, Stürze, Ängste, Depressionen und Schlafstörungen werden nicht bzw. falsch behandelt. Angemessene Hilfeangebote bleiben aus.

Das Projekt SUCHT IM ALTER Hamburg stellt sich als eines von acht deutschen Modellprojekten dieser Problematik. Es stärkt die Handlungskompetenzen der Fachkräfte in beiden Bereichen und knüpft ein starkes Netzwerk.

Unsere Ziele

•   Sensibilisierung und Qualifizierung aller Fach­kräfte der am Projekt beteiligten Einrichtungen in der Suchthilfe sowie der ambulanten Altenhilfe und Pflege

•   Vernetzung und Kooperation zwischen den beteiligten Einrichtungen der Alten- und Suchthilfe

•   Information der Öffentlichkeit zum Projektverlauf und seinen Ergebnissen

Unsere Aufgaben

•   Erhebung der aktuellen Handlungsstrate­gien im Umgang mit suchtgefährdeten und suchtkranken älteren Menschen sowie des entsprechenden Qualifizierungsbedarfs

•   Entwicklung von Fortbildungs-Modulen und Schulungsmaterialien

•   Erprobung und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen

•   Wissenstransfer in die Altenpflegeschulen

•   Förderung der regionalen Kooperation und eines nachhaltigen Netzwerkes

•   Durchführung von Informationsveranstal­tungen und Öffentlichkeitsarbeit

•   Binnenevaluation des Modellprojekts

Die beteiligten Einrichtungen

4 Ambulante Pflegedienste mit
900 Patientinnen und Patienten

13 Servicewohnanlagen für Seniorinnen
und Senioren plus Betreutes Wohnen
zu Hause: 2.300 ältere Menschen

5 Suchtberatungsstellen in Barmbek,
Hummelsbüttel, Harburg, Jenfeld
und Lurup

2 Fachkliniken für Alkohol- und
Medikamentenabhängige

4 Vor- und Nachsorgeeinrichtungen
für Suchtkranke

Durch das Projekt SUCHT IM ALTER Hamburg entsteht ein Netzwerk zwischen Alten- und Suchthilfe, in dem beide Bereiche voneinander lernen und profitieren können.

Die Fach­kräfte beider Bereiche werden qualifiziert, um in Zukunft Suchtgefährdungen und Suchterkrankungen bei älteren Menschen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam adäquate Hilfen bereitzustellen.

So sollen einerseits betroffene ältere Menschen sowie deren Angehörige motiviert werden, Hilfeangebote in Anspruch zu nehmen. Außerdem soll durch eine frühzeitige Intervention der Weg älterer Menschen in die Sucht ver­hindert werden. Eine klientenzentrierte, fachkompetente Beratung und Betreuung soll sie zu einem risikoarmen Alkohol- oder Medikamentengebrauch anregen und dadurch ihre Gesundheit fördern.

Kooperationspartner

Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen –
Arbeitskreis Sucht im Alter 

Akademie Sucht

Albertinen Akademie und Albertinen-Schule
des Albertinen Diakoniewerkes

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf –
Qualifizierter Entzug 55plus

Evangelische Berufsschule für Altenpflege
des Rauhen Hauses

Erfahrungen und Ergebnisse des Modellprojekts

Die erste Projektphase wurde 2012 beendet. Hier finden Sie erste Ergebnisse und Erfahrungen.